Weiterbildung: Teencoaching

Weiterbildung für Coaching-Experten*innen: Teencoaching

Jugend und Pubertät werden oft wie ein Problem behandelt. Dieser Kurstag setzt bewusst einen anderen Rahmen: Pubertät ist ein notwendiger Entwicklungsschub. Sie ermöglicht Ablösung, Identitätsbildung und eine neue innere Steuerung. Dass es dabei reibt, ist nicht automatisch Krise, sondern häufig Wachstum in Bewegung. Als Coach lernen Sie, diese Phase fachlich sauber einzuordnen und professionell zu begleiten – ohne Dramatisierung und ohne Bagatellisierung.

Sie erarbeiten ein klares Verständnis der Adoleszenz als Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter und lernen, typische Phänomene zu erkennen: starke Stimmungsschwankungen, Rückzug, Provokation, Grenztests, risikoreicheres Verhalten, Scham und ein empfindlicher Selbstwert. Sie verstehen, was in dieser Phase körperlich, emotional und sozial geschieht – und warum Jugendliche oft gleichzeitig Nähe brauchen und Nähe abwehren.

Sie verbinden systemisches und integrales Coaching: empathisch und wertungsfrei begleiten Sie Jugendliche darin, ihre Themen zu klären, Ressourcen zu aktivieren, Potenzial zu erkennen und handlungsfähig zu werden. Gleichzeitig behalten Sie das Umfeld im Blick: Familiendynamik, Schule, Peergroup und die digitale Bühne, auf der Vergleich und Zugehörigkeit oft zum Dauerstress werden. Teen-Coaching bedeutet deshalb fast immer auch, Eltern mitzunehmen – nicht als Schuldige, sondern als wichtige Stabilitätsfaktoren.

Der Kurstag ist ressourcenorientiert und gleichzeitig realistisch. Sie arbeiten mit Stärken und Schutzfaktoren, ohne die Belastungsfelder auszublenden, die im Alltag häufig mitlaufen: Stress und Schlafmangel, Leistungsdruck, Konflikte in der Familie, Mobbing und Online-Druck, Suchtmechanismen und Risikoverhalten, Ängste, depressive Verstimmungen, Ess- und Körperthemen sowie Grenzfragen rund um Sexualität. Sie schärfen Ihren Blick für Warnsignale und lernen, wann Coaching trägt – und wann weiterführende Unterstützung nötig ist.

Methodisch erhalten Sie Tools, die Jugendliche annehmen: ressourcenorientierte Ziel- und Perspektivenarbeit, Rollen- und Anteilsarbeit, kurze Regulationsmethoden sowie Achtsamkeit und Meditationen, die nicht nach „müssen“ klingen, sondern nach Selbstwirksamkeit. Sie lernen, Gespräche so zu führen, dass Jugendliche ihr Gesicht wahren können: klar im Rahmen, respektvoll im Ton, ohne Verhör und ohne Kumpelmodus.

Am Ende dieses Kurstages können Sie Jugendliche durch diese intensive Lebensphase begleiten, ohne die Beziehung zu verlieren: Sie geben Orientierung, fördern Selbstführung und unterstützen Ablösung so, dass aus Reibung Entwicklung wird – und aus Chaos wieder Richtung.

Voraussetzungen

Für diese Weiterbildung setzen wir die Kompetenz voraus, einzelne Coachingsitzungen und/oder Begleitprozesse professionell gestalten zu können.

Sie orientieren sich dabei an einem integralen Coaching-Modell und sind in Ihrem Rollenbewusstsein als Coach/Prozessbegleiter*in/Mentor*in gefestigt.

Empfohlene Vorbildung:

Cert. Integral Coach

oder

Cert. Integrale Prozessbegleiter*in (www.soulsense.ch)

Vergleichbare Ausbildungen für Coaches / Mentoren*innen / Therapeuten

Kursdaten & Anmeldung

Sa. 02.05.2026 von 08:30 bis 11:30
Sa. 09.05.2026 von 08:30 bis 11:30

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So. 22.11.2026 von 09:15 bis 16:30

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Sa. 09.01.2027 von 08:30 bis 11:30
Sa. 16.01.2027 von 08:30 bis 11:30

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